Bio-identische vs. Synthetische Hormontherapie?
Wie unterscheidet sich die Bio-identische von der Synthetischen Hormontherapie?
Die Unterscheidung zwischen bio-identischen und synthetischen Hormonen ist von zentraler Bedeutung. Bio-identische Hormone werden aus der Yamswurzel gewonnen. Diese sind unveränderte, physiologische Hormonpräparate. Aus der Yamswurzel extrahiertes Diosgenin wird zu natürlichem Progesteron verarbeitet. Das gewonnene Diosgenin ist in seiner Struktur natur-identisch – dies bedeutet, dass eine exakte molekulare Übereinstimmung mit körpereigenen Hormonen gegeben ist. Im Gegensatz dazu stehen sogenannte synthetische Hormone – diese bezeichnet man als chemisch modifizierte Derivate („Hormonoide“).
Ein bekanntes Beispiel für ein chemisch modifiziertes Estrogen ist z. B. die Pille sowie chemische Hormonbehandlung in den Wechseljahren. Auch bei Gestagenpräparaten wie sogenannten Progestinen oder Pro-Gestogenen (z. B. Levonogestrel oder Desogestrel) sind ähnliche Bedenken wie bei Estrogenen zu erwarten. Die synthetischen Hormone haben nicht nur unerwünschte Nebenwirkungen, auch wenn oral verabreicht, nur in Standarddosierungen gegeben und nicht individuell rezeptiert. Oft sind diese Standarddosierungen nicht zielführend – also: „One size does not fit all“ (Eine Größe passt nicht allen).
Was ist das Besondere an der Yamswurzel?
- Herkunft und Anbau der Yamswurzel:
- Funde deuten darauf hin, dass die Yamswurzel in den tropischen Gebieten Asiens heimisch ist. Mittlerweile existieren auch Anbauflächen in Teilen von Süd- und Mittelamerika. Die Hauptproduzenten sind afrikanische Länder – insbesondere Nigeria, Ghana und die Elfenbeinküste. Was bei uns die Kartoffel ist, ist in Afrika die Yamswurzel: ein wichtiges Grundnahrungsmittel, aus dem u. a. ein Brei, der sogenannte „Fufu“ zubereitet wird, der mit scharfen Soßen serviert wird.
- Mikronährstoffe in der Yamswurzel:
- Mikronährstoffe wie z. B. Vitamin C, B-Vitamine, Kalium, Zink und Kupfer sind enthalten.
Was sind mögliche Nebenwirkungen von chemischen Hormonen im Vergleich zu bio-identischen Hormonen?
Obwohl weit verbreitet, sind mit der Einnahme der synthetischen Hormone/Hormonoide häufig unerwünschte Wirkungen verbunden. Zu möglichen Nebenwirkungen gehören u. a. ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs, Thrombosen, Herzinfarkte sowie Bluthochdruck.
Was sind Phytohormone? Warum sollten Phytohormone eher keine Alternative darstellen?
Phytohormone werden häufig als natürliche Alternative zu den sogenannten synthetischen Hormonen angesehen. Auch die Phytohormone sind ebenfalls kritisch zu beurteilen. Der klinische Nutzen und mögliche Nebenwirkungen sollten adäquat bei einer Indikationstellung abgewogen werden. Die genannten Hormone werden aus natürlichen Quellen wie Soja oder Rotklee gewonnen – allerdings agieren diese als hormonelle Disruptoren im menschlichen Körper – also auch nicht zielführend um hormonelle Dysbalancen auszugleichen, da nicht bio-identisch.
Warum ist das Diosgenin bioidentisch im Vergleich zu den beschriebenen Phytohormonen?
Wir verordnen ausschließlich natürliche, den menschlichen Hormonen genau identische Hormone – d.h. human-identische Hormone, also keine Hormone aus Pferdeurin und keine synthetischen Hormone. Zur Herstellung der fehlenden Hormone eignet sich als natürliches Ausgangsmaterial das Diosgenin aus der Yamswurzel. Nach einem bestimmten Verfahren („Marker Prozess“) wird das gewonnene Diosgenin in Progesteron umgewandelt. Es ist hervorzuheben, dass nicht der direkte Extrakt aus der Yamswurzel, genauso wenig wie der direkte Extrakt aus Soja genutzt wird. Die genannten Pflanzen enthalten minimale Spuren von Progesteron (und andere Hormone), dies würde allerdings nicht für eine gezielte Therapie ausreichen, es müssten nämlich Unmengen eingenommen werden. Aus der Yamswurzel (bzw. aus Soja) wird ein Extrakt gewonnen. Dieses Extrakt enthält Diosgenin. Dieses Diosgenin wird nun durch das „Russel-Marker-Verfahren“ zum Progesteron (human-identisch) umgebaut. Die bio-identischen Hormone – gewonnen aus Diosgenin – zeigen also die gleiche biochemische Struktur wie unsere körpereigenen Hormone. Die Phytohormone unterscheiden sich in ihrer biochemischen Form von den „Hormonen, die unser Körper kennt“. Dadurch sind diese folglich nicht geeignet, um einen Hormonmangel adäquat, natürlich und sicher auszugleichen. In der Grafik ist ersichtlich, dass das aus Diosgenin gewonnene Progesteron identisch ist mit dem natürlichen menschlichen humanen Progesteron (das auf natürlichem Weg aus Cholesterin entsteht).
Welche Vorteile zeigen sich bei einer bio-identischen Hormontherapie nach Dr. Rimkus gegenüber synthetischer Hormontherapie?
Die Wahl zwischen bio-identischen und synthetischen Hormontherapien sollte sorgfältig abgewogen werden. Die Vorteile der bio-identischen Hormone überwiegen:
- Molekulare Struktur ist human-identisch
- Sicher und nebenwirkungsarm
- Bessere Verträglichkeit
- In vielen Fällen eine adäquate, laborgestützte und individuelle Methode mit häufig zeitnahen Besserungen der Beschwerden im Sinne eines Hormonmangels
- Hormonbalance abhängig vom Hormonspiegel und dem subjektiven Befinden der Patienten